Einzelne Schwestern berichten aus ihrem Leben und über ihren Glauben

 

 

Ruth MariaIch bin ein Mensch, der die Gemeinschaft braucht, gerade auch beim Beten und Meditieren. Das Leben in Gemeinschaft bietet mir einen Rahmen, der mich hält und mir gleichzeitig Gestaltungsspielraum gibt.
Ich bin sehr dankbar für die vielfältigen Erfahrungen, die ich bislang in meiner Gemeinschaft machen konnte. In einer Phase des Suchens und Zweifelns haben Mitschwestern mir  Vertrauen geschenkt und mich dadurch erfahren lassen, was es heißt, erlösend miteinander umzugehen.

Sr. Ruth Maria Stamborski

 

Sr. Karola Seit 29 Jahren lebe ich in der Gemeinschaft und mich fasziniert nach wie vor der Gedanke der Erlösung, der in unserem Namen drin steckt. Mit Gottes Hilfe und der Unterstützung meiner Mitschwestern durfte ich immer wieder erleben wie aus diesem Gedanken eine spürbare, befreiende Erfahrung wird. Und diese Erfahrung durch mein Leben auch anderen zu ermöglichen, das ist mir ein großes Anliegen.

Sr. Karola Kückelmann

 

 

 

 

 

Sr. Anneliese HerzigUnterschiedliche Menschen begegnen mir in meinen Aufgaben: Starke und Schwache, Überzeugte und Suchende, materiell Arme und Menschen, die zwar materiell abgesichert sind, aber arm an Beziehung oder Lebensperspektiven – und viele engagierte Menschen! Was mir heilig ist, ist der unbedingte Respekt vor allen, mit denen ich zu tun habe. Mir ist wichtig, mich selbst dem Erlöser Jesus Christus anzuvertrauen und anderen Menschen Wege in die Freiheit zu ermöglichen. Dabei habe ich selbst zwei Seiten von Erlösung erfahren: Ich werde erlöst von etwas und erlöst zu etwas, z.B. zu Großherzigkeit oder Vergebung.
Ich kenne auf meinem geistlichen Weg auch Durststrecken. Dann helfen mir der Rhythmus unseres Gebetslebens und das Wissen um den gemeinsamen Weg des Glaubens. Kostbar ist für mich die „Übung“ der Dankbarkeit für alles, auch das Kleine, Alltägliche, das ich manchmal für selbstverständlich nehme. Dankbarkeit aber macht mein Leben reich!

Sr. Anneliese Herzig

 

Sr. GertrudDie Einheit von Gebet und Arbeit macht für Sr. Gertrud Schweiger das Ordensleben aus. „Tun, was der Tag verlangt“- dieses Wort des seligen Pater Kaspar Stanggsinger ist ihr ein wichtiger Leitsatz, den Sr. Gertrud durch fast 50 Jahre Ordensleben und Tätigkeit in Gars, Cham und Stadl beherzigt.

Sr. Gertrud Schweiger

 

 

 

 

 

 

Erika (4)Es macht mir Freude, bei den Menschen zu sein,
Schönes und Schwieriges miteinander zu teilen.
Als Missionsschwester setze ich mich gerne dafür ein,
dass der Glaube in unserer Kirche zeitnah und lebendig verkündet wird.
Meine Mitschwestern haben mir schon viel zugetraut.
So konnte ich immer wieder erleben, dass mehr möglich ist als ich zunächst denke.
Ich bin gerne zusammen mit jungen Menschen.
Dabei bin ich immer wieder reich beschenkt worden,
gerade auch bei Begegnungen im Kurs „einfach LEBEN“.

Sr. Erika Wimmer

 

 

 

Sr. OttilieMein Motiv, beim Eintritt in die Gemeinschaft war, für andere da zu sein. Dies hat mich in den 50 Jahren, die ich im internen Dienst im Haushalt verbracht habe, begleitet.
Den Mitschwestern – so gut ich konnte-, ein Zuhause zu bereiten, indem der Haushalt versorgt war und jede ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit heimbringen und erzählen konnte, war mir wichtig.
Bis heute bin ich gerne im Gespräch mit den Mitschwestern, den Nachbarn und den Gästen hier in St. Theresia.
Für andere da sein, heißt für mich als ältere Schwester auch, betend für andere da sein. Die Sorgen und Anliegen, die uns anvertraut werden, die Nöte von Menschen in aller Welt im Gebet vor Gott zu bringen.

Sr. Ottilie Lenz

 

 

Sr. Franziska In einer Gemeinschaft von Frauen zu leben, die auf dem Weg sind, bedeutet für mich, mit Menschen unterwegs zu sein, die auf der Suche sind nach einem erfüllten und erfüllenden Leben. Oft habe ich schon die Erfahrung gemacht, in schwierigen Situationen getragen zu sein. Dann darf auch ich wieder ein Stück mittragen. In dem Maß, wie mir etwas zugetraut wird, kann ich meine Kräfte entfalten und für andere einsetzen. Dabei hat der Gedanke der Erlösung für mich eine zentrale Bedeutung. Trotz allem Wissen um die eigene Erlösungsbedürftigkeit darf ich im Alltag auch immer wieder die konkrete Erfahrung von Erlösung und Befreiung machen, die ich gern weitergebe in meiner Arbeit mit Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen – die materiell oder seelisch verarmt sind oder einfach auf der Suche sind nach Nähe und Gespräch.

Sr. Franziska Kaupp

 

 

Paula (2)1939 wurde ich, Maria, als 7. Kind einer bescheidenen bäuerlichen Familie in Peiting geboren. In meiner Jugendzeit war ich mit Freude in der Kath. Landjugendbewegung und entschied mich dann 1962 zum Eintritt in die damals ziemlich neu gegründete Gemeinschaft der Missionsschwestern v. Hlst. Erlöser in Gars/Inn. Die redemptoristische Spiritualität erfüllte mein Sehnen und Suchen. Der Schwesternname Paula (Hl. Paulus) gab mir Ansporn und Programm.

Nach der Einführungszeit ins Ordensleben und der Ausbildung zur Gemeindereferentin in Freiburg war ich vier Jahre bei der Gebietsmission in der Diözese Speyer. Dann verbrachte ich 9 Jahre im internen Leitungsdienst an der Schwesterngemeinschaft.
Im Anschluss war ich 18 Jahre lang in Chile und Bolivien tätig. Die südamerikanische Spontaneität gab meinem Glauben viel Freude und neue Impulse.
Nach meiner Rückkehr 1997 lebte ich in München und war 6 Jahre in der Krankenhausseelsorge tätig, bis mich mein Weg noch einmal ins Ausland führte: in die Ukraine, wo im Ritus der griechisch-katholischen Kirche, sich eine Gruppe junger Frauen unserer Gemeinschaft angeschlossen hat. Trotz der Herausforderungen dort wurde ich wiederum mit neuen, sehr interessanten Erfahrungen reich beschenkt.

Seit einem Jahr lebe ich in der neugegründeten kleinen Hausgemeinschaft im Ruhrgebiet. Hier in Bochum mache ich Besuche im Altenheim, helfe einen Tag in der Bahnhofsmission und habe so viele Kontakte mit Menschen unterschiedlicher Nationen und Weltanschauungen.

Zurückblickend empfinde ich eine große Dankbarkeit und staune über Gottes weise Führung in all den bewegten Stationen meines Lebens.

Sr. Paula Straub

 

Sr. KathrinaSeit mehr als 30 Jahren gehöre ich zur Gemeinschaft der Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser. Und ich kann von einer zweifachen Berufung sprechen: mein Weg in diese Gemeinschaft und die Berufung als Seelsorgerin. In den Pfarreien und Pfarrverbänden, in denen ich als Gemeindereferentin arbeite, darf ich neben der normalen Arbeit auch den Lebensweg von Menschen immer wieder begleitend mitgehen. Oft ist es ein Geben und Beschenkt werden. Das ist schön und herausfordernd zugleich.
Da ist es gut, auch in der Gemeinschaft zuhause zu sein. Das ist für mich z.Z. unsere kleine Hausgemeinschaft in München-Schwabing.
Von hier aus gehen meine Mitschwester Sr. Mirjam und ich in die Arbeit zu den Menschen.

Sr. Katharina Böller

 

Ursula (4)1976 bin ich mit gerade 18 Jahren in unsere Ordensgemeinschaft eingetreten. Bei meinem ersten Aufenthalt im Kloster St. Theresia, im Sommer 1975, hat mich der ursprüngliche Sendungsauftrag der Redemptoristen, durch die unsere Gemeinschaft 1957 entstanden ist, ganz tief berührt: „Missionarischer Dienst am verlassenen Menschen.“ Außerdem unsere Orientierung auf die Quelle unseres Dienstes hin: „Bei GOTT ist Erlösung in Fülle!“ (Ps 130,8)
Unser Mutterhaus trägt den Namen Kloster St. Theresia. Es ist die Patronin der Weltmission, die hl. Theresia von Lisieux (vom Kinde Jesus), die mich schon als Mädchen mit ihrer tröstlichen Erkenntnis geprägt hat: „Nur die Liebe zählt!“ –
Immer mehr bin ich in den vielen Ordensjahren hineingewachsen in unseren Sendungsauftrag in der Kirche. Neben Gemeindeseelsorge, 20 Jahre Religionsunterricht und nahezu ebenso viele Jahre in der Lehrerfortbildung in Gars am Inn tätig, bin ich seit neun Jahren Seelsorgerin in München, in der Seniorenresidenz am Westpark, und dies mit wachsender Begeisterung!
Ich lebe leidenschaftlich gerne als Ordensfrau und bin sehr dankbar, wenn meine Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen im Alltag manchmal als er-lösend und befreiend erfahren werden kann.

Sr. Ursula Häntschel