Missionarisch unterwegs…

13. März, 2019

Wochenende der EmmausWegGemeinschaft vom 8. bis 10. März 2019 in  Stadl

Missionarisch unterwegs sein im Alltag mit den Früchten des Hl. Geistes

Nach dem Abendgottesdienst am Freitag hörten wir als Einstieg ins Thema einen Text von Madeleine Delbrel, anknüpfend an unser letztes gemeinsames Wochenende im Herbst 2018. Sie sprach darin von ganz gewöhnlichen Menschen an ganz gewöhnlichen Orten in ganz gewöhnlichen Situationen, die sich dort, wo sie sind für den Glauben einsetzen, missionarisch unterwegs sind – so wie jede/jeder von uns allen. Der anschließende Austausch war sehr lebendig.

 

Beginnend mit einem gemeinsamen Morgenlob vertieften wir am Samstag dieses missionarische Unterwegssein: Am Vormittag kamen Sr. Margret und Sr. Oksana vom Generalrat und begannen mit der EmmausWegGemeinschaft ihre Visitation der Provinz Deutschland. Unter der Überschrift „Brechen wir auf, gehen wir hinaus, um allen das Leben Jesu Christi anzubieten“ (Gaudium et spes) stellten sie uns 3 Fragen: Wie nehmt ihr uns wahr als missionarische Gemeinschaft? Wie erlebe ich das missionarische Unterwegssein mit den Missionsschwestern? Welchen Traum von der Zukunft habe ich von einem „Miteinander unterwegs sein?“ Die tiefe Verbundenheit, die Achtung, die Offenheit, die stetige Weiterentwicklung und Beweglichkeit im Denken, im Tun und in der Struktur, das gemeinsame Unterwegssein, das „Gewöhnliche“, die Internationalität, das Wohlwollen und die Wertschätzung sind uns u.a. wichtige Aspekte der Gemeinschaft. Wir tun uns gegenseitig gut!

 

 

Am Nachmittag ging es um „die Früchte des Hl. Geistes“. Im Galaterbrief benennt Paulus die Liebe, die Freude, die Langmut, die Freundlichkeit, die Treue, die Güte, den Sanftmut, den Frieden  und die Selbstbeherrschung als Früchte des Hl. Geistes.  Wir fanden noch weitere, z.B.: den Humor, die Kreativität, den Mut, die Echtheit, die Weitsicht, die Entschiedenheit, die Flexibilität, die Einigkeit und das Querdenken. Jede/jeder von uns machte sich dann persönlich Gedanken dazu: Was davon macht mich bereits aus, habe ich? Was davon darf noch wachsen und reifen in mir?

Den reichen, erfüllenden Tag beschlossen wir mit einem Abendgebet in der Kapelle.

Am Sonntag dann bekamen wir eine fruchtige Einheit serviert: 4 Früchtchen stellten sich vor:  Die Orange, die Birne, die Nuss und die Banane. Jede Frucht zeigte verschiedene Aspekte des Lebens, die dann in Kleingruppen vertieft wurde: So durften sich die Orangen 30 Dinge der Entspannung überlegen, um mit diesen im Alltag schnell wieder Kraft zu erlangen.  Die Birnen besannen sich auf ihre Stärken, um zu mehr Gelassenheit zu finden, ganz ohne Defizitbrille. Die Nüsse konzentrierten sich auf den Kern der Sache, um sich nicht so schnell wieder zu verzetteln. Die Bananen blickten auf 4 Säulen der Gesundheit (Leistung, Beziehung, Biorhythmus und Spiritualität), die dem Leben Stabilität und Ausgeglichenheit geben.

Im Gottesdienst in der Hauskapelle fassten wir das Wochenende feierlich zusammen. Jede/Jeder stellte auf dem Altar ein Licht zu ihrer/seiner Frucht des Hl. Geistes und sprach dazu den Dank aus und auch die Bitte um die Frucht, die konkret bei jeder Einzelnen/bei jedem Einzelnen noch wachsen darf.  Wir teilten Brot und beteten gemeinsam um Mut, um Einsicht und Veränderung, auch in der Struktur der Kirche.  Danke für dieses vom Hl. Geist erfüllte Wochenende!

Annemarie Gruber und Annette Gibis,
EmmausWegGemeimschaft