„Bedenke, Mensch,…“

18. Februar, 2015

BEDENKE, MENSCH,
dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“ Das wird mir zugesagt, wenn mir am Aschermittwoch Asche auf das Haupt gestreut oder das Kreuz mit Asche auf die Stirn gezeichnet wird. Ich kann der menschlichen Vergänglichkeit nicht ausweichen – mir ist eine begrenzte Zeit zum Leben geschenkt. Das mag zunächst bedrückend sein und hin und wieder ist es auch so.

Doch im Zeichen des Kreuzes ist nicht nur die Vergänglichkeit und Endlichkeit menschlichen Lebens, sondern vor allem die Zusage, dass wir durch das Kreuz Jesu Christi erlöst und befreit sind. So gesehen steht der Beginn der österlichen Bußzeit unter dem Zeichen der Erlösung. Es ist der Beginn einer Heilszeit, die mit dem Leben, meinem Leben im Hier und Jetzt zu tun hat.

In einem Hymnus aus dem Stundengebet, den wir in diesen Wochen immer wieder singen, heißt es:
„Hört die Mahnung der Schrift: Jetzt ist die Zeit der Gnade da.
Paulus sagt uns das Wort: Jetzt ist die Stunde unsres Heils;
empfangt nicht vergeblich die göttliche Gabe.
Maßvoll lebe der Leib, wachsam und lauter sei der Geist,
dass der Weg dieser Zeit Durchgang zur Auferstehung sei.
Die Erde zu heilen, schuf Gott diese Tage.
Zeichen schauen wir nun, Irdisches wird zum Bilde hier;
Denn das kreisende Jahr lässt nach des Winters Frost und Nacht
den Frühling die Erde für Ostern bereiten.“

 

Das Aschenkreuz kann für mich zum „Türöffner“ werden. Ich bin eingeladen den Weg durch die österliche Bußzeit zu gehen, den Weg in eine HEILSZEIT im Hier und Jetzt.

Sr. Marita Meister