Maria, die Mutter Jesu

30. April, 2019

Mit dem 1. Mai beginnt wieder die besondere Verehrung von Maria, der Mutter Jesus. Mit Maialtären und Maiandachten ehren wir Maria und hören Texte aus der Hl. Schrift.

Bei den Bibeltexten, in denen sie vorkommt, wird für mich auch klar: immer geht es um ihre Beziehung zu Jesus. Von der Verkündigung bis zum Stehen unter seinem Kreuz wird deutlich, wer sie ist.

Sie ist die Mutter Jesu, geht mit ihm und steht zu ihm. Sie weißt dabei immer von sich selbst weg und auf Jesus hin. So wie Maria bei der Hochzeit zu Kana sagt: „Was er euch sagt, das tut.“

Diese Haltung zeigt sich für mich sehr schön in unserer Mariendarstellung in der KLOSTER-WG. Jesus steht auf den Knien von Maria. Er steht fest auf eigenen Beinen – freihändig – ohne sich festzuhalten. Maria hält ihn nicht fest – nur ganz leicht greift sie ihm unter die Arme. Sie lässt ihn frei, ist ihm aber ganz nah. Maria ist wie ein fester Grund, auf dem Jesus steht. Sie ist im Hintergrund ganz für ihn da.

Mir kommt es vor, als würde Maria uns sagen. Schaut, das ist Jesus. Um ihn geht es. Auf ihn müsst ihr schauen. Auf ihn müsst ihr hören. Er ist der Sohn Gottes.

Die biblischen Geschichten lassen uns ahnen, wie oft Maria in Sorge und Angst um Jesus war und wie oft sie seinen Weg nicht verstanden hat. In Liebe hat sie sein Werden und Wirken im Herzen mitgetragen. Kein Wunder also, dass viele Menschen in Not sich an Maria wenden, der vieles geschenkt, aber auch zugemutet wurde.

So wünsche ich uns, dass die Mariendarstellungen mit Kind uns in diesem Monat und darüber hinaus immer wieder daran erinnern, dass Maria uns auf Jesus verweist und sagt: „Was er euch sagt, das tut!“

 

Sr. Katharina Böller, KLOSTER-WG