Ostern – das Fest des Lebens

05. April, 2015

Wir feiern, dass Gott mit der Auferweckung Jesu einen neuen Anfang gewirkt hat. Und wir sind in dieses Geschehen mit hineingenommen.
Künstler haben zu allen Zeiten versucht, diesen Augenblick, dieses göttliche Geschehen, einzufangen. Ich selbst merke, dass meine Vorstellungskraft und meine Worte Auferstehung zu erklären, viel zu schwach sind.

Symbole wie das Osterfeuer, das Ei und die Osterkerze helfen uns verstehen. Immer ist es eine kleine Ahnung von dem letztlich Unaussprechbaren und Unbegreifbaren.

Wenn ich meinen Alltag anschaue, dann weiß ich, dass Ostern weniger ein Tag im Kalender ist, als die Erfahrung von Leben, Versöhnung und guten Erfahrungen.

So erfahre ich etwas von Auferstehung,
wenn ein schwieriges Gespräch gelungen ist
wenn mir Vergebung zugesagt wird
wenn ich Kindern und ihrer Lebensfreude begegne
wenn ich im Frühling den ersten Zitronenfalter sehe.

Ich weiß, das alles sind nur kleine Zeichen, dass „Leben aufsteht“ und stärker ist als so vieles, was uns im Leben bedrängt und behindert und doch sind uns diese Zeichen geschenkt als Vorgeschmack des neuen, unsterblichen Lebens bei Gott.
Bei allem, was uns noch nicht leben lässt oder auch sterben muss, eines ist sicher: Gott hat das letzte Wort. Er will für uns ewiges Leben und Erlösung in Fülle.
Auferstehung ist sein Geschenk, dem wir im Alltag immer wieder begegnen können und uns am Lebensende erwartet. Und deshalb dürfen wir jeden Tag als österliche Menschen leben.

Sr. Katharina Böller, München