Die ersten Tage des Generalkapitels glichen einer kleinen Weltreise. Die Berichte aus Japan, Bolivien – Chile, aus der Ukraine und aus Deutschland- Österreich lockten uns in die Ferne, um die Situation vor Ort in Land und Kirche wahr zu nehmen und so ein wenig einzutauchen in das Leben, Beten und Wirken unserer Mitschwestern dort. Diese Vielfalt, die sich zwischen dem Leben in Japan, Europa und Südamerika auftut, ist groß. Die notvolle Tatsache, dass eine Provinz seit Jahren mitten im Krieg lebt, überwiegt alles. Manche Tränen und Momente der tiefen Betroffenheit beim Bericht aus der Ukraine konnten wir nicht in Worte fassen.
Auch geschichtlich machten wir uns auf eine lange Reise. 60 Jahre Japan wurde in dieser Amtsperiode begangen, 50 Jahre Bolivien – berührende Anlässe, um die Geschichte unserer Gemeinschaft zu würdigen.
Mit Sr. Jelena traten wir die Reise in die Zeit des Propheten Jeremia an und widmeten uns dem biblischen Leitwort unseres Generalkapitels. „Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben“. Gott, der uns kennt, wird uns führen. Wohin – ist zunächst nicht ersichtlich. Aber klar ist, wer uns führt. Ihm/ Gott können wir uns anvertrauen.
Mit diesen Gedanken konnten wir Sonntagabend mit unserem Mitbruder Bischof Bogdan Dzyurakh eine sehr schöne und berührende Liturgie feiern.
Am Montag folgten noch zwei Berichte: Finanzen und Generalleitung. Danach folgte die offizielle Entlastung für die Generalökonomin Sr. Oksana Pelech und die Generaloberin Sr. Teodora Shulak, sowie der ausdrückliche Dank für den Dienst, den beide mit großem Engagement und Herzblut für die Kongregation investiert haben.
Zusammengefasst würde ich sagen: Eine kleine Weltreise, eine biblisch – spirituelle Tiefenexpedition und viele schöne Begegnungen.
Sr. Ruth Maria Stamborski, zur Zeit in Zangberg