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Besuch des Papstes in Chile

25. Januar, 2018

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Sr. Rosina und Sr. Barbara

Vom 15.-18.Januar besuchte Papst Franziskus Chile. Es gab vorher neben der Erwartungsfreude auch ziemlich kritische Stimmen und auch nachher blieben Probleme offen, auf die man vom Papst eine Antwort erwartet hätte.

Aber schon der Empfang am Flughafen war herzlich und festlich, die Worte der Präsidentin des Landes, die Lieder, besonders das eines 10-jährigen Mädchens, vermittelten Freude. Der Papst zelebrierte drei große Messen, eine in Santiago, die anderen im Süden und Norden des Landes, überall fand er die geeigneten Worte, die auf die Situationen, die Nöte und Konflikte der jeweiligen Regionen antworteten, z. B dort wo viele Migranten sind, oder bei den Mapuches im Süden, die Ureinwohner Chiles, die unter viel Ungerechtigkeit leiden. Besondere Aufmerksamkeit rief der Besuch des Papstes im Frauengefängnis hervor. Die Frauen haben sich mit Sr. Nelly, die dort die Pastoral leitet, gut vorbereitet, auch sprach eine von ihnen über ihre schwierige Situation. Die meisten von ihnen sind Mütter und sind getrennt von ihren Kindern, zugleich hat sie sich aber entschuldigt, für das, was sie der Gesellschaft zugefügt haben. Der Papst hat mit viel Feingefühl geantwortet und auf uns alle hingewiesen, die wir nicht ohne Schuld sind. Er hat die Frauen aufgefordert, das Träumen nicht aufzugeben und sich vorzubereiten um sich dann wieder in die Gesellschaft zu integrieren und dort auch ihre Rechte zu fordern.

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Sr. Marcela und Sr. Rosina

Auch die anderen Treffen z. B. mit den Priestern und Ordensleuten waren gut. Besonderen Anklang fand das Treffen mit den Jugendlichen.

Wer die Anregungen des Papstes ernst nimmt, die er in vieler Hinsicht gab, z. B. mehr Menschlichkeit, mehr Gerechtigkeit, mehr Integration, mehr Vergebungsbereitschaft zu leben, hat viel zu tun und wird Jesus in dieser Welt lebendig halten.

 

Sr. Rosina Fund, Chile