Klimastreik

22. September, 2019

Seit ca. einem Jahr führen die Friday for future Demonstrationen auf ihrem Weg durch Recklinghausen immer auch an der GASTkirche vorbei – und zwar jeden Freitag um 12.00 Uhr, genau zur Gottesdienstzeit.

Am letzten Freitag, den 20. September, haben wir uns dem globalen Klimastreik angeschlossen und sind auf die Straße gegangen, um für den Erhalt unserer Schöpfung zu demonstrieren. ( Auf Pellworm in Dresden und Waldkraiburg haben Schwestern ebenfalls Veranstaltungen unterstützt.) Der freitägliche Gottesdienst fand somit auf der Straße unter den Menschen statt – mal eine etwas andere Form des Gottes-Dienstes. Zusammen mit unseren Gästen hatte ich im Vorfeld ein Transparent gestaltet, das wir mitnahmen. Begleitet von einigen Ehrenamtlichen und Gottesdienstbesuchern reihten wir uns in den großen Zug ein. Vom Bahnhof durch die Stadt über den Wall bis zum Rathaus wurden es zunehmend mehr Menschen, sodass immer mal wieder eine Pause einlegt werden musste, damit alle mitkamen.

Mich hat es sehr bewegt, wie viele Menschen für das eine große Anliegen – nämlich den Erhalt unserer Erde – eintreten, und das nicht nur in Recklinghausen, sondern in vielen Städten in Deutschland und auf der ganzen Welt. Demgegenüber steht das ernüchternde Ergebnis des Klimapakets der Bundesregierung, welches sich scheinbar nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen konnte. Wenn man bedenkt, dass es um die Lebensgrundlage von uns Menschen geht, finde ich es erschreckend, das es offensichtlich auch in unserem fortschrittlichen Land nicht möglich ist, auf Seiten der Verantwortlichen ins Handeln zu kommen und Konsequenzen zu ziehen.

Gerade was die Klimafrage angeht sind Entscheidungen auf höherer Ebene not-wendig, um den CO2 Ausstoß nachhaltig zu reduzieren.

Bleibt uns, glaube ich, nur weiterzumachen, uns an den Streiks zu beteiligen (Es war übrigens der erste in meinem Leben, aber bestimmt nicht der Letzte!) und unseren persönlichen Lebensstil zu hinterfragen – frei nach dem Motto:

  1. Minimalismus: Neuanschaffungen der Frage zu unterwerfen „Brauche ich das wirklich?“
  2. Zero Waste : Müllvermeidung, z.B. Gemüse und Obst im mitgebrauchten Stoffbeutel einkaufen, in Unverpacktläden einkaufen, Seife statt Duschgel benutzen,…
  3. Upcycling: Bevor ich etwas wegwerfe, schauen, ob es nicht doch noch für etwas zu gebrauchen ist.

Sr. Franziska Kaupp, Recklinghausen