Missionarisch sein heißt für mich…

21. Mai, 2019

Am Ostermontag habe ich meine erste Profess in der Ordensgemeinschaft der Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser abgelegt. Seit vielen Jahren kenne ich die Schwestern und war von Anfang an begeistert von deren Leben und Sendung, die sich am Ps 130,7 ausrichtet: „ Bei IHM ist Erlösung in Fülle.“ Der heilige Alfons von Liguori hat den Redemptoristen diesen Leitspruch gegeben.  Ihr Charisma ist es, die frohe Botschaft den Armen und Verlassenen zu verkünden. In dieser Spiritualität leben auch wir als Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser.

In meiner Ordensausbildung konnte ich verschiedene Praktika im sozialen Bereich machen und so meinen Horizont weiten. Ich konnte für mich der Frage nachgehen, wer für uns in der heutigen schnelllebigen Zeit die Armen und Verlassenen sein können. In dieser Zeit habe ich mit Menschen gearbeitet, die auf der Straße leben, war bei Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen und durfte Erfahrungen im Spital im Seelsorgebereich machen.

Jetzt werde ich wieder als examinierte Altenpflegerin in einem Altenheim arbeiten und so versuchen, meine Sendung als Missionsschwester vom Heiligsten Erlöser zu leben.

Missionarisch sein bedeutet für mich, die alten Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten. Es ist mir wichtig, in der Pflege, in den Gesprächen mit altgewordenen Menschen oder auch mit ihren Angehörigen etwas spürbar und erfahrbar werden zu lassen von der barmherzigen Liebe Gottes zu uns.

 

Sr. Claudia Maria König, Stadl