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Wir laden ein zu Veranstaltungen: Gesprächskreise, Meditationstage, Exerzitienkurse, geistliche Begleitung,…
Wir schätzen die Begegnung mit Menschen und suchen mit ihnen den Austausch über Leben und Glauben.

Aktuelles

Unvorstellbare 4 Jahre

Seit 4 Jahren flattern diese Bänder im Walnussbaum vor unserem Haus. Damals haben wir uns nicht vorstellen können, wie sich die Tage aneinander fügen…1 Jahr, 2 Jahre, 3 Jahre und jetzt der 4. Jahrestag: 1480 Kriegstage! Die Angriffe und Kämpfe halten an. Die Sanktionspakete die anfangs so verheißungsvoll klangen, wirken scheinbar nur sehr begrenzt. Die Zerstörung von Leib und Leben setzt sich täglich fort. Friedensverhandlungen auf vielen Ebenen, an allen möglichen Orten in unterschiedlichsten Zusammensetzungen……………..
Das Schicksal der direkt Betroffenen – die ständige Anspannung, Ängste und Sorgen, Trauer und Verzweiflung, Ohnmacht und Wut, das Wechselbad der Gefühle zwischen Hoffnung und Enttäuschung u.a.m. Ich kann es aus der Ferne nur ahnen, was Menschen erleben und erleiden müssen.
Gewachsen ist in den 4 Jahren die Ratlosigkeit und die Hilflosigkeit.
Ich will mich auch nach 1480 Tagen nicht gewöhnen! Zumindest will ich, ratlos und hilflos – die Bitte um das Ende der Gewalt und Zerstörung nicht verstummen lassen. Ich will die Vision des Friedens in meinem Denken und Beten wachhalten. Es tut gut, dies auch gemeinsam zu tun – wie wir es beim Friedensgebet am 15. Februar wieder gespürt haben. Danke allen, die sich mit unserem Gebet verbinden.

Es ermutigt, auch die Menschen vor Ort. Von Anfang an berichten unsere ukrainischen Mitschwestern, wie sehr die betroffenen Soldaten und Familien die Verbundenheit und die Kraft des Gebetes schätzen. Es ist nicht zu unterschätzen, welche Bedeutung, dieses solidarische Netzwerk aus praktischer Hilfe und Gebet hat. Gewöhnen wir uns bitte nicht!
Die gelben und blauen Bänder flattern in unserem Walnussbaum und erinnern uns!

Sr. Ruth Maria Stamborski, Stadl